Tiere im Park der Villa Zaunkönigin beobachten

Zaunkönig auf Walnuss (AdobeStock 242299917)

Zugegeben: Man muss schon etwas genauer hinsehen und etwas Geduld mitbringen: Die Tiere im Park der Villa Zaunkönigin sind nämlich nicht groß, aber trotzdem interessant. Wenn ihr größere Tiere treffen wollt, die man auch streicheln kann, habe ich für euch ein paar Tipps zusammengestellt, die ihr auf der Seite "Tiere und Natur in der Rhön" findet. Im Park der Villa Zaunkönigin könnt ihr hauptsächlich kleine Tiere beobachten. Das sind natürlich zuerst einmal die vielen verschiedenen Vögel, die man überall zwitschern hört. Im Winter kann man beobachten, wie sie zum Futterhäuschen kommen, um sich dort mit dem Nötigsten zu versorgen. Vor dem Haus steht eine Schale mit Wasser (als Vogeltränke) und an den Wänden und Bäumen haben wir Vogelkästen aufgehängt. Während der Brutzeit ist an diesen Nestern Hochbetrieb. Im Winter werden die Kästen von manchen Vögeln benutzt, damit ihnen der kalte Wind nicht um die Ohren bläst (natürlich haben Vögel auch Ohren, sonst könnten sie ihr Zwitschern ja nicht hören, aber die sieht man nicht). Viele Vögel ziehen aber im Herbst in den Süden, zum Beispiel nach Afrika, und lassen es sich dort gut gehen, bis es bei uns wieder warm wird. Wenn die Nester im Winter nicht von Vögeln bewohnt werden, ziehen dort auch ganz gerne ein paar andere Gäste ein, wie zum Beispiel Haselmäuse oder Siebenschläfer. Da die verschiedenen Vogelarten ganz unterschiedliche Nester haben wollen, haben wir auch verschiedene Kästen und vorgefertigte Nester gebaut. Manche davon sind ziemlich gut versteckt. Ihr könnt ja mal schauen, welche ihr entdecken könnt und ob da schon Vögel ein- und ausfliegen. Vielleicht könnt ihr sogar erkennen, welche Vögel das sind. Ich habe auf dieser Seite ein paar Verweise zum Anklicken gemacht; vielleicht habt ihr ja Glück damit. Aber natürlich kann man sich nie darauf verlassen, dass gerade derjenige Vogel in das Haus einzieht, das für ihn gebaut wurde. Dazu haben die Vögel viel zu viel Fantasie.

  • Manche Vögel wollen nur eine Höhle mit einem kleinen Einflugsloch haben. Drinnen wird dann ein kuscheliges Nest aus Federn und Heu gemacht, damit die iungen Vogelküken es schön gemütlich haben. Die Größe des Lochs entscheidet darüber, welche Vögel einziehen können. Damit eine Blaumeise ungestört ist, darf das Loch nur ganz eng sein (da passt sonst niemand durch). Die größeren Kohlmeisen brauchen ein deutlich größeres Loch. Spatzen brauchen auch ein großes Loch; am liebsten leben sie eng mit anderen Spatzen zusammen. Die größten Löcher brauchen Gartenrotschwänze und Stare.
  • Unser Maskottchen, der Zaunkönig, möchte am liebsten eine Brutkugel.
  • Wieder andere wie der Hausrotschwanz oder der Turmfalke wollen eine Halbhöhle. Das heißt, dass das Nest nur auf drei von vier Seiten geschlossen ist. Wenn Menschen in Halbhöhlen wohnen würden, würden sie ihr Bett auf einem Balkon aufschlagen: Nach drei Seiten hin ist er geschlossen und vorne über dem Geländer ist er offen. Die Halbhöhle für den Turmfalken muss natürlich sehr groß sein und ganz weit oben hängen.
  • Schwalben möchten gerne ein Nest haben, das an der Wand klebt. Normalerweise bauen das die Schwalben selbst: Aus Lehm, Spucke und Stroh kleben sie an die Wand immer mehr mehr kleine Batzen an, bis ein halbkugeliges Nest entstanden ist, in das sie mit Federn ein weiches Nest für die Eier bauen. Es gibt verschiedene Sorten von Schwalben: Die Mehlschwalben bauen gerne außen an der Mauer, die Rauchschwalben haben ihre Nester lieber innen in der Scheune oder im Stall. Schwalben bauen am liebsten dort, wo auch schon andere Schwalben wohnen, damit sie Gesellschaft haben. Schwalben, die an einem bestimmten Ort geboren wurden, kehren dorthin oft wieder zurück, wenn sie wieder aus Afrika kommen - und bald kommen andere mit dazu. Aber wie bringt man es dann fertig, dass Schwalben auch an einem neuen Ort (also bei der Villa Zaunkönigin) bauen? Da muss man schon ein wenig tricksen: Wir haben ein paar künstliche Schwalbennester aufgehängt und daneben hängt ein Lautsprecher, aus dem man die Schwalben zwitschern hört. Dadurch denken vorbeifliegende Schwalben: "Oh, hier wohnt ja schon eine von uns. Und so ein Glück: Eines der alten Nester ist auch noch leer. Also schnell rein in das Nest, bevor es uns weggeschnappt wird, sonst müssen wir selbst eines bauen!". Natürlich muss man darauf achten, dass es die richtigen Schwalbentöne sind: Mehlschwalben sprechen nämlich eine andere Sprache als Rauchschwalben und noch einmal anders klingen die Mauersegler, die zwar wie Schwalben aussehen, aber zu den Seglern gehören. Mauersegler sind etwas ganz besonderes: Sie verbringen ihr ganzes Leben im Flug. Nur um zu brüten, landen sie. Sogar das Material zum Nestbau wird im Flug gesammelt. Sie brüten gerne in Gesellschaft in speziellen Holzkästen.
  • Ein besonders seltsamer Vogel ist der Baumläufer: Er kann zwar auch fliegen, aber er geht oft lieber zu Fuß. Um auf einen Baum zu kommen, krallt er sich mit seinen Füßen in die Rinde des Stamms und läuft einfach los - senkrecht den Baum hinauf. Damit er seine Wohnhöhle zu Fuß betreten kann, braucht er also kein Einflugsloch sondern einen seitlichen Eingang gleich neben dem Baumstamm. Ein ähnlich lustiger Bursche ist der Kleiber: er rennt auch den Baumstamm rauf und runter und kann sogar kopfüber hinunter laufen, aber er bevorzugt eine geschlossene Bruthöhle mit einem Einflugsloch, das er mit Lehm und Spucke so stark zumauert, dass nur noch er selbst durchquetschen kann.
  • Im Park gibt es außerdem noch zwei Röhren für Steinkäutze (davon werden immer zwei gebraucht: eine für das Nest mit den Jungen und eine als Vorratsraum für das Futter). Steinkäuze und Turmfalken sind sehr nützlich, weil sie dafür sorgen, dass sich Mäuse und andere Kleintiere nicht so stark vermehren, dass sie zu einem Problem werden.

Wenn ihr euch auf die Suche machen wollt, welche Nistkästen im Park versteckt sind, könnt ihr auf den folgenden Knopf drücken:

Natürlich gibt es auf einem so großen Grundstück nicht nur Vögel sondern auch ein paar kleine Säugetiere.

  • Immer wieder einmal streifen die Katzen unserer Nachbarn über das Grundstück.
  • Mäuselöcher sieht man auch überall, aber die kleinen Kerle lassen sich normalerweise nicht blicken, außer im Schnellkomposter, wo sie gerne mal schauen, welche leckeren Küchenabfälle gerade angeboten werden.
  • Einen hohlen Ast von dem alten Apfelbaum haben wir ein wenig umgebaut und aufgehängt, damit er auch als Wohnhöhle genutzt werden kann. Vielleicht ziehen dort ein paar Haselmäuse oder Siebenschläfer ein oder vielleicht auch ein Eichhörnchen mit seiner Familie.
  • Für die Eichhörnchen haben wir auch extra ein kleines Futterhäuschen aufgestellt, damit man die süßen Kerlchen besser beobachten kann. Das funktioniert aber natürlich nur dann, wenn nicht gerade der Nussbaum oder die Haselnusssträucher Nüsse tragen. Sonst futtern sie lieber gleich dort.
  • Am Abend sieht man oft, wie Fledermäuse am Haus vorbeiflattern und auf die Jagd nach Insekten gehen. Tagsüber ziehen sie sich lieber in irgendwelche Ritzen zurück und machen dort ein Nickerchen. Dafür eignet sich zum Beispiel der enge Spalt zwischen den aufgeklappten Fensterläden und der hölzernen Hauswand. Für die Aufzucht der Jungen wird aber ein ungestörter Platz benötigt - da ist ein speziell angefertigter Fledermauskasten genau das Richtige.
  • Ein alter abgestorbener Apfelbaum, dessen Stamm und Äste innen ganz hohl sind, bietet ebenfalls einen prima Unterschlupf für alle möglichen Tiere. In der Rinde können sich Insekten einnisten und überwintern und im Innern ist reichlich Platz für andere Überwinterungsgäste wie zum Beispiel Fledermäuse, Eichhörnchen oder Vögel.
  • Natürlich haben wir auch Maulwürfe, die uns die Wiese umgraben. Die sieht man zwar nicht, aber man kann klar erkennen, wo sie gerade tätig sind. Sie wühlen sich durch den Boden, fressen dort Würmer und manche Schädlinge, und hinterlassen überall ihre Haufen.
  • Auf so einem großen Grundstück wie diesem müsste es eigentlich doch auch Igel geben, auch wenn wir bisher noch keine entdeckt haben. Der Zaun um das Grundstück herum geht oft nicht bis zum Boden und dürfte kein größeres Hindernis darstellen. Auch wenn wir bisher noch keinen Igel gesehen haben, haben wir ihnen doch ein paar Überwinterungshöhlen gebaut. Vielleicht sehen wir ja dann im Frühling einen oder mehrere Igel mit ihren Familien. Ihr dürft natürlich gerne einmal suchen gehen, wo die Überwinterungshöhlen für die Igel versteckt sind, aber ihr dürft auf keinen Fall anklopfen oder die Höhlen aufdecken. Wenn dort wirklich ein Igel seinen Winterschlaf hält, würde er geweckt und kann sogar wegen dieser Störung sterben. Auch im Sommer solltet ihr die Tiere auf keinen Fall stören.
  • Auf den direkt vor dem Haus gelegenen Südhang haben wir viele Basaltsteine gelegt (die stammen von den Vulkanen, welche die Berge der Umgebung gemacht haben). In der prallen Sonne heizen sich diese Steine sehr schön auf und geben abends langsam ihre Wärme wieder ab. Dazwischen haben wir ein paar südländische Kräuter und Büsche gesetzt, die das durch entstehende warme Klima mögen.  Das wäre natürlich genauder richtige Wohnort für Eidechsen. Bisher haben wir noch keine gesehen, aber vielleicht entdecken ja bald ein paar diesen für sie idealen Platz.

 

 

Vom Frühjahr bis zum Herbst wimmelt es im Park um das Haus nur so von Schmetterlingen, Bienen, Hummeln, Käfern, Schwebfliegen und anderen Insekten.

  • Besonders der warme Hang vor dem Haus, aber auch die überall stehenden Lavendelbüsche, die Nelken und Ringelblumen ziehen massenhaft die verschiedensten Insekten an. Im Frühjahr blühen unsere vielen verschiedenen Obstbäume und -büsche. Im Sommer sind die Lavendelbüsche, die Nelken, die Ringelblumen und viele andere Blumen die Hauptattraktion für die Insekten und  ganz spät im Jahr, wenn alles andere schon längst verblüht ist, locken die vielen kleine Blüten unserer Efeu-Büsche so viele Insekten an, dass man es von weitem brummen hört.
  • Für Honigbienen gibt es ganz unten im Park ein paar abgelegene Bienenstöcke, wo sie den Honig sammeln (vielleicht steht ja in der Ferienwohnung auch mal ein Glas von ihrem Honig). Wenn man Bienen ärgert oder zu nahe an den Bienenstock geht, verteidigen sie sich und stechen den Angreifer (also seid bitte vorsichtig, wenn ihr dort unten seid). Sonst sind sie aber lieb und völlig ungefährlich; von sich aus machen sie nichts.
  • Damit nicht nur die Honigbienen sondern auch Wildbienen einen Platz für ihren Nachwuchs haben, haben wir ein "Insektenhotel" gebastelt. Das wird aber nicht nur für Wildbienen sondern auch für andere Nützlinge wie Florfliegen, Marienkäfer, Schmetterlinge und Ohrwürmer bewohnt. Im Hang vor dem Haus haben wir ein paar Blumentöpfe eingegraben (die sieht man nicht). Darin können Hummeln ihre Nester bauen. Gerade die Hummeln und Bienen und sind sehr wichtig für unsere Obstbäume: Sie sorgen dafür, dass wir im Sommer und im Herbst viele Früchte ernten können.

 

Die Bienen und die anderen Insekten freuen sich an den vielen Blumen im Garten und an den blühenden Obstbäumen - und wir freuen uns daran, dass dadurch unsere Obsternte noch viel größer wird als dies ohne ihre Hilfe möglich gewesen wäre. Im Gemüsegarten wachsen einige feine Sachen und die vielen unterschiedlichen Obstbäume und -sträucher, die wir gepflanzt haben, werden durch die Bestäubung der Insekten eine leckere Vielfalt auf den Tisch bringen. Grundsätzlich dürfen die Kinder unserer Feriengäste auch gerne mal vom Obst naschen, aber (und das ist jetzt sehr wichtig): Nie ohne Aufsicht naschen! Dabei geht es nicht darum, dass vielleicht etwas kaputt geht oder zu viel gegessen wird; das wäre nicht so schlimm. Viel wichtiger ist, dass nicht alles, was lecker aussieht, essbar ist. Es gibt einige Sträucher und Bäume im Park, deren Blätter oder Früchte giftig sind! Also bitte Kleinkinder nur unter Aufsicht spielen lassen und ältere Kinder müssen fragen, bevor sie naschen.

Lust auf mehr?

Wenn ihr mehr erfahren wollt, stöbert doch mal in unserer monatlichen Bildergalerie. Dort bekommt ihr vielleicht eine Vorstellung, was ihr während des Urlaubs möglicherweise alles sehen könnt.